30. November 2018 | Unternehmen & Märkte

Unternehmensgruppe mit Terje Haglund übernimmt Zanders zum 1. Dezember

Die Papiermaschine 3
Die Papiermaschine 3 bei Zanders
Quelle: Thomas Geisel

Die insolvente Zanders GmbH wird zum 1. Dezember von dem norwegischen Unternehmer Terje Haglund und weiteren Investoren, vermutlich der skandinavischen Lesprom-Investorengruppe, übernommen. Haglund hat im April dieses Jahres bereits die insolvente belgische Firma idem Paper zusammen mit skandinavischen Investoren übernommen. Über den Kaufpreis machte Zanders-Insolvenzverwalter Dr. Marc d’Avoine keine Angaben. Branchenkenner gehen davon aus, dass er sehr klein war. Der neue Name lautet Zanders-Papier GmbH. Der Betrieb wird mit rund 300 Mitarbeitern weitergeführt, rund 150 Mitarbeiter werden das Unternehmen verlassen müssen. Für die Betroffenen soll eine Transfergesellschaft die Folgen sozialverträglich gestalten durch die Fortzahlung eines Großteils des Lohns für sieben Monate sowie Unterstützung bei der Jobsuche. Zudem bieten der Betriebsrat und die Stadt Bergisch Gladbach Hilfe an, unter anderem durch eine Jobbörse, auf der lokale Unternehmen ihre offenen Stellen präsentieren und direkt persönliche Gespräche geführt werden können.


„Wir freuen uns, dass die Übernahme durch Papier-Profis erfolgen wird, die bereits äußerst erfolgreich in der Branche tätig sind. Die Fortführung der Papierproduktion bei Zanders ist damit gesichert. Alle Know-how-Träger bleiben an Bord“ so Dr. Marc d’Avoine. Terje Haglund und sein Team werden sich in Kürze der Öffentlichkeit vorstellen, so der Insolvenzverwalter. Die Übernahme durch einen bereits in der Papierproduktion tätigen Partner sei in jedem Fall die bestmögliche Lösung für Zanders: „Durch das Know-how auf beiden Seiten sind sehr gute Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Standort Bergisch Gladbach langfristig gesichert ist.“


In Belgien fertigt Virginal Paper (früher idem Paper), das sich selbst als Start-up-Firma sieht, mit 70 Mitarbeitern einseitig gestrichene Etikettenpapiere, gestrichene Kraftpapiere und nassfeste Papiere, also alles eher Spezialitätenpapiere. Bei Zanders soll, so ist zu hören, das Sortenspektrum drastisch reduziert werden. Vermutlich werden gussgestrichene Papiere und wenige andere Spezialitäten übrig bleiben. G.B.

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