11. Oktober 2018 | Unternehmen & Märkte

Papierindustrie in Nordrhein-Westfalen mit neuer Initiative zur Steigerung ihrer Energieeffizienz

Fünf nordrhein-westfälische Papierfabriken und acht Unternehmen der chemischen Industrie haben das Energieeffizienznetzwerk ChePap Rhein-Ruhr II gegründet. Bei den regelmäßigen Treffen des Netzwerks tauschen sich Energie- und Technikverantwortliche untereinander und mit externen Fachleuten zu Effizienztechnologien und -maßnahmen aus und setzen sie in ihren Unternehmen um. Im Rahmen des inzwischen ausgelaufenen ersten Energieeffizienznetzwerks ChePap Rhein-Ruhr I, das ebenfalls von der Chemie- und der Papierindustrie getragen worden war, konnten so Effizienzsteigerungen von rund 3% erzielt werden.

Grundlage für die Gründung des Netzwerks ist die von der Bundesregierung und Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft vereinbarte Initiative vom Dezember 2014, durch die Gründung 500 neuer Effizienznetzwerke bis 2020 umfangreiche Energieeinsparungen und Emissionsminderungen zu erreichen. Energieeffizienznetzwerke sind Zusammenschlüsse von Unternehmen verschiedener Branchen, die im gemeinsamen Austausch unternehmensspezifische Maßnahmen zur Energieeinsparung entwickeln und umsetzen. Organisiert und getragen wird das Energieeffizienznetzwerk ChePap Rhein-Ruhr II durch den Verband der Chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen und den Wirtschaftsverband der rheinisch-westfälischen papiererzeugenden Industrie. Als Berater und Moderatoren unterstützen WiRo Consultants aus Aachen das Netzwerkprojekt, die bereits die erste Auflage des Projekts mitgestalteten.

„Mit dem neuen Energieeffizienznetzwerk setzen die Papier- und die Chemieindustrie in Nordrhein-Westfalen ihre erfolgreiche Kooperation zur Steigerung ihrer Energieeffizienz fort“, erklärt Martin Krengel, Vorstandsvorsitzender des gastgebenden Hygienepapierherstellers Wepa und Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes der rheinisch-westfälischen Papierindustrie. „Die hohe Relevanz von Energieeffizienz für die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie in Deutschland und die Erfolge des ersten Netzwerks haben das Interesse an einer Mitgliedschaft verstärkt. Vier zusätzliche Unternehmen sind neu eingestiegen – das begrüße ich sehr“, erklärte Krengel. Teilnehmen werden an dem neuen Netzwerk die Papierunternehmen Wepa Hygieneprodukte GmbH, die Niederauer Mühle GmbH aus Kreuzau, die Reflex GmbH & Co. KG aus Düren, die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH aus Hagen und die Mitsubishi HiTec Paper Europe GmbH aus Bielefeld.

Martin Drews, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der rheinisch-westfälischen papiererzeugenden Industrie, erläuterte weiter: „Die Senkung der Energieverbräuche und der Treibhausgasemissionen ist ein erklärtes politisches Ziel der Politik in Deutschland. Unsere Unternehmen leisten dazu im Rahmen des Energieeffizienznetzwerks ihren Beitrag. Klar muss aber auch sein: Energie lässt sich nicht beliebig einsparen. Es gibt technische Grenzen, und das Kapital für Investitionen in Maßnahmen ist begrenzt.“
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