20. Februar 2019 | Unternehmen & Märkte

Tarifverhandlungen in der Papierindustrie ohne Ergebnis

Die Bundestarifkommission der Industriegewerkschaft (IG) BCE fordert in den begonnen Tarifverhandlungen von der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie e. V. (VAP), Gernsbach, eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 %, die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sowie die Verdopplung des Urlaubsgeldes. Darüber hinaus setzt sich die Gewerkschaft für den Einstieg in die Verhandlungen zum Entgelttarifvertrag nach Abschluss der Tarifrunde ein. Das bedeute die Ablösung der bestehenden Lohn- und Gehaltsrahmentarifverträge, um eine Gleichstellung zwischen qualifizierter gewerblicher Tätigkeit (Löhne) und Angestelltentätigkeit (Gehälter) zu erreichen. Ohne diesen Tarifwandel könne es keine Attraktivität der Arbeitsplätze geben, so die IG BCE. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor. Die zweite Verhandlungsrunde der Tarifpartner findet am 5. März in Hannover statt.

„Unsere Forderungen werden der Situation in der Papier- und Zellstoffindustrie mehr als gerecht. Die Attraktivität der Arbeitsplätze und der Ausbildung steht im Wettbewerb zu anderen Branchen. Die Geisteshaltung der Arbeitgeber können wir nicht verstehen, denn der Personalmangel lässt sich nicht mit schönen Worten beheben“, sagt Verhandlungsführer Frieder Weißenborn.

Redigiert von Gerhard Brucker

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