11. September 2018 | Unternehmen & Märkte

Zukünftig mehr Onlinebestellungen in den Briefkasten

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), Berlin, und der Verband der Deutschen Briefumschlag-Industrie (VDBF), Nonnenhorn, haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart.  Hintergrund der Kooperation sind die bereits heute vorhandenen Herausforderungen bei der Warenzustellung durch teilweise stark überlastete Paketdienste. Beide Verbände haben das gemeinsame Ziel, dass zukünftig online bestellte Waren mit geringem Gewicht und geeigneter Größe so verpackt werden, dass sie über die Briefdienste in die heimischen Briefkästen der Empfänger zugestellt werden können. Die Briefkastenzustellung bietet dem Versender den Vorteil einer sicheren „nextday“-Zustellung auch bei Abwesenheit des Empfängers.

Wie die internationale Post Corporation (IPC) in einer eigens in Auftrag gegebenen Studie ermittelt hat, könnten aufgrund von Größe und Gewicht rund 40% aller E-Commerce-Produkte in den heimischen Briefkasten zugestellt werden. Derzeit liegt die Zustellquote in Deutschland jedoch noch deutlich unter 20%, und selbst kleinteilige Einzelbestellungen werden von den Versendern häufig noch in zu großen Paketen verschickt. „Der Warenbrief findet im E-Commerce viel Zuspruch“, so Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh. „Im Detail harmonieren aber die Maße der Sendungen zuweilen nicht mit den standardisierten Briefkastenöffnungen. Hier wollen wir gemeinsam auf die Industrie und die Immobilienwirtschaft zugehen, um künftig mit den Postdienstleistern mehr Sendungen zum Kunden zu bringen.“


Die im VDBF organisierten Unternehmen bieten bereits heute unter dem Schlagwort „envelope 2.0“ eine Vielzahl briefkastengerechter Verpackungen an, die bisher vom Onlinehandel noch wenig genutzt werden.

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