apr Titelstory 06/2019
Non-woven-Pressfilze haben unschlagbare Eigenschaften

Non-woven-Pressfilzen gehört die Zukunft

Heutzutage stehen Kosteneinsparpotenziale und Ertragssteigerung stärker denn je im Vordergrund. In diesem Zusammenhang sind Non-woven-Pressfilze mit ihren unschlagbaren Eigenschaften nicht mehr wegzudenken.

Das Dürener Unternehmen Heimbach verfügt über jahrzehntelanges Know-how in der Herstellung von Non-woven-Pressfilzen und investiert konsequent in die Entwicklung und Verbesserung dieser Technologie. Im folgenden Artikel werden die erfolgreichen New-Tech-Pressfilze näher vorgestellt.

Nip-Entwässerung Atrocross
Atrocross für maximale Nip-Entwässerung
Quelle: Heimbach

Atrocross – schnelles Anfahren und maximale Nip-Entwässerung

Die Produktfamilie Atrocross überzeugt durch ihre einzigartige Gewebestruktur. Eine in Querrichtung verlaufende, papierseitige Fadenlage sorgt dafür, dass das Wasser schnell aus der Papierbahn in das Innere des Filzes transportiert wird. Es kommt zu einer optimalen Sättigung. Die inkompressible und sehr homogene Struktur erzeugt eine extrem gleichmäßige Druckverteilung, die flache Topografie eine hervorragende Papier- und Kartonoberfläche mit maximaler Markierfreiheit und minimierter Zweiseitigkeit.

Der Papiermacher erwartet heutzutage Filze, die im Nip entwässern und über die gesamte Laufzeit offen bleiben: Offene Filze haben eine hohe Wasserdurchlässigkeit. Genau darum geht es in der Pressenpartie. Und dann heißt der perfekte Begleiter Atrocross, ganz besonders auf schnellen Maschinen, die Druck- und Schreibpapiere sowie Verpackungspapiersorten herstellen.

Eigenschaften der Atrocross Produkt­familie:

  • Wegfall der Startphase
  • Maximale Nip-Entwässerung
  • Selbstreinigungseffekt
  • Gleichmäßige Druckverteilung
  • Sehr geringe Markierungsneigung
  • Inkompressibler Träger, Speichervolumen bleibt erhalten
Atrocross Gelege aus Monofilamenten
Die Fäden der Gelege bestehen aus gezwirnten Monofilamenten
Quelle: Heimbach

Atromaxx – das einzigartige multiaxiale Modulkonzept

Das Atromaxx-Design kombiniert gewebte Trägermodule. Dabei werden Ober- und Unterträger mit unterschiedlichen Winkeln gegeneinander positioniert. Die daraus resultierende Diagonal-Struktur macht den Filz extrem inkompressibel und führt zu einem hohen Speichervolumen sowie offenen Entwässerungskanälen. Dies macht sich in einer ausgezeichneten Druckgleichmäßigkeit und glatten Papierprofilen bemerkbar.
Atromaxx-Filze können auf die spezifischen Anforderungen der Pressenkonfiguration und auf die Papier-/Kartonqualität abgestimmt werden.

Atromaxx.M – ideal für die Herstellung von Verpackungspapieren

Atromaxx.M ist  ideal für die Herstellung von Verpackungspapieren
Das Atromaxx.M-Design kombiniert monofile Trägermodule mit gröberen Vliesauflagen – Ideal für Verpackungspapiere!
Quelle: Heimbach

Neben den sehr großen Wassermengen haben Papiermacher vor allem mit Verunreinigungen im Altpapier zu kämpfen. Sie treten später verstärkt als klebende Verschmutzungen an den Bespannungen auf. Das hohe offene Volumen von Atromaxx.M sorgt zum einen für Bestleistungen bei der Entwässerung. Dank der offenen Filzstruktur werden zum anderen Verschmutzungen im Nip leicht ausgespült oder können mit dem Hochdruckspritzrohr effizient beseitigt werden.

Flexibel einsetzbar

Die Anzahl der kombinierten Trägermodule kann je nach geplanter Einsatzposition in der Maschine variiert werden. In der Pick-up-Position der Pressenpartie sorgen gleich drei grobe Trägermodule zwischen den Vliesauflagen für maximales Speichervolumen und eine besonders effiziente Entwässerung. In der hinteren Pressenpartie hingegen sind leichtere Designs mit nur zwei Modulen gefragt. Dort ist der Trockengehalt bereits so hoch, dass ein geringeres Porenvolumen ausreichend ist.

Eigenschaften der Atromaxx-Produktfamilie:  

  • Trockengehalte von 55 % und mehr nach der Presse
  • Energieeinsparung durch deutlich verbesserte Entwässerung
  • Hohe Markierfreiheit durch feine und homogene Struktur
  • Sehr schneller Anlauf, noch schneller mit ‚Fast Forward‘ 
  • Längere und sichere Laufzeiten
  • Passgenaue Module für jede Anwendung
  • Auch als Nahtfilz erhältlich

Atrojet – auf individuelle Anforderungen abstimmbar

Atrojet ist auf individuelle Anforderungen abstimmbar
Atrojet.T – dank seines flexiblen, adaptierbaren multiaxialen Non-woven-Moduls ideal für die Tissue-Herstellung
Quelle: Heimbach

Atrojet vereint eine multiaxiale Crossless-Struktur mit bewährten Trägermodulen. Seine Besonderheit liegt in einer bisher nicht gekannten Flexibilität. Sowohl Material als auch Abstände sind frei wählbar und können auf die jeweilige Einsatzposition exakt zugeschnitten werden: von sehr hohen, dichten Fadenständen mit dünnen Zwirnen über Monofilamenten bis hin zu moderaten oder auch niedrigen Fadenständen, jedes Design ist möglich. Zudem können unterschiedlichste Geometrien realisiert werden. Die Längsfäden sind bei Atrojet einheitlich ausgerichtet und zeichnen sich durch eine homogene Struktur sowie extrem präzise Abstände aus. Das Design erzielt eine sehr hohe Gleichmäßigkeit auf der Papierseite, die höchste Ansprüche erfüllt.

Die Längsausrichtung wirkt sich positiv auf die Zugfestigkeit aus. Über die gesamte Laufzeit des Filzes nimmt diese Festigkeit nur wenig ab. Bei besonders dichter Längsfadenstruktur weist Atrojet eine vielfach höhere Kontaktfläche auf als herkömmliche Träger. Dies bewirkt eine gleichverteilte Kraftübertragung im Press-Nip und dadurch sehr gleichmäßige Entwässerung sowie Querprofile des Papiers.

Eigenschaften der Atrojet-Produkt­familie:

  • Exzellenter Start-Up
  • Hervorragende Entwässerung
  • Sehr glatte Papierprofile
  • Führende Dimensionsstabilität
  • Höchste Stabilität und Robustheit
  • Alle Positionen – alle Sorten – alle Maschinen
  • Mit ‚Fast Forward‘ kombinierbar
  • Deutliche Reduktion von Lochschattenmarkierung

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