28. August 2018 | Beruf & Karriere

Huyck.Wangner-Förderpreis 2018 geht an Mehmet Bolat

Von links: Jürgen Ludwig, Vice President Sales Xerium EMEA, Mehmet Y. Bolat, Gewinner des Huyck.Wangner-Förderpreises 2018 und Professor Stephan Kleemann, Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, Leiter Studiengang Verfahrenstechnik Papier und Verpackung
Bild Xerium
Im Rahmen der Abschlussfeier am 31. Juli hat Xerium Technologies Inc. zusammen mit dem Fachbereich Verfahrenstechnik Papier und Verpackung/Master of Engineering in Paper Technology an der Hochschule München den mit 1.500 Euro dotierten Huyck.Wangner-Förderpreis dieses Jahr zum 19. Mal verliehen. Der Preisträger der Auszeichnung für das beste Grundstudium heißt Mehmet Bolat.

Die Entscheidung für ein Studium fiel bei dem im oberbayerischen Bad Aibling geborenen 29-jährigen Gewinner im Gegensatz zu den meisten Kommilitonen vergleichsweise spät, denn er wählte den Zugang zur Hochschule über die Praxis: Nach Grund- und Hauptschule begann er zunächst eine Ausbildung als Maurer, bevor er sich umorientierte und den Weg in die Papierindustrie fand.

Bei Neenah Geßner in Bruckmühl absolvierte er von 2011 bis 2014 seine Ausbildung zum Papiertechnologen. Nach knapp einem Jahr entschloss er sich, auch die Meisterausbildung anzugehen. Diese absolvierte er 2016 parallel zu seiner Anstellung auf der Papiermacherschule in Steyrermühl. Während der Meisterausbildung wurde Mehmet Bolat bei einer Präsentation des Studiengangs Papiertechnik von Professor Kleemann auf das Studium aufmerksam und – zusätzlich motiviert durch seinen Ausbilder – entschloss er sich, den nächsten Schritt zu gehen. Da er nach dem kleinen Umweg nun umso mehr überzeugt ist, seinen Arbeitsplatz in der Papierproduktion gefunden zu haben, will er mit dem Studium seine beruflichen Perspektiven dafür nochmals verbessern.

Bei der Preisübergabe an Mehmet Bolat betonte Jürgen Ludwig, Vice President Sales Xerium EMEA, wie wichtig der permanente Dialog zwischen der Hochschule und der Papierindustrie ist. Erst der enge Schulterschluss zwischen universitärer und praxisnaher Lehre garantiere die hochgeschätzte Ausbildungsqualität des dringend benötigten Branchennachwuchses. Der hervorragende Ruf der Münchner Fakultät, der weit über nationale Grenzen hinaus insbesondere im englischsprachigen Masterstudiengang Studenten aus aller Welt anlockt, sorgt dafür, dass in München mittlerweile gut die Hälfte aller Papieringenieure für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgebildet werden.

Fazit eines Master-Absolventen: „Was wir hier mitnehmen, ist unbezahlbar. Networking ohne Ende, Unterstützung durch Lehrkräfte und Kommilitonen und die vielseitige Förderung durch die Industrie. Wer hier rausgeht und nicht weiß, wen er anrufen soll wenn er etwas wissen will, hat definitiv im Studium etwas falsch gemacht.“ 

nach oben drucken RSS-Feed