15. März 2017 | Unternehmen & Märkte

Recycling stärkt die Kreislaufwirtschaft

Nachdem das Europäische Parlament am 14. März dieses Jahres für den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Europa votiert hat, begrüßt der Branchenverband der europäischen Wellpappenindustrie, FEFCO (European Federation of Corrugated Board Manufacturers), Brüssel, die Forderung nach mehr Recycling.

Die Kreislaufwirtschaft benötige Recycling, um den Wert des Materials zu erhalten und den Verbrauch von Ressourcen zu beschränken, so der Verband. Die Entscheidung des Europaparlaments in Straßburg ermuntere die Mitgliedsstaaten der EU, die Marktbedingungen für biobasierte, wiederverwertbare Verpackungen zu verbessern. Wellpappe sei ein perfektes Beispiel für eine echte Kreislaufwirtschaft, da sie im Schnitt einen Recyclinganteil von 88% aufweist: Als Rohstoff dient Altpapier, wodurch der Ressourcenverbrauch ebenso optimiert wird wie die Umweltbelastung.

Nach FEFCO-Position kann die EU eine faire und zuverlässige Kreislaufwirtschaft mit realistischen Recyclingzielen erreichen. Die bis zum Jahr 2025 geforderte Recyclingrate für Papier und Karton wäre jedoch eine große Herausforderung, wenn die anderen notwendigen Bedingungen nicht realisiert sind, und es deutliche Unterschiede zwischen den Ländern gebe. Das Votum der Parlamentarier stärke aber die Notwendigkeit zur getrennten Erfassung, die eine Möglichkeit biete, qualitativ hochwertiges Recyclingmaterial zu erhalten.

Nach dem Willen der Parlamentarier sollen die Vorbereitung zur Wiederverwendung und das Recycling von Siedlungsabfällen (aus Haushalten und Kleinunternehmen) bis 2030 auf mindestens 70% des Gesamtgewichts erhöht werden (nach der neuesten Statistik waren es 44% im Jahr 2014). Für Verpackungsmaterial wie Papier und Pappe, Plastik, Glas, Metall und Holz schlügen die Abgeordneten ein Recyclingziel von 80% bis 2030 vor, mit Zwischenzielen für 2025 für jedes Material, berichtet das EU-Parlament.

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